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Hauskauf mit virtuellem Geld – das gilt es zu beachten

16.04.2020 |  Von  |  News

Nun ist der Bitcoin auch in die Immobilienwirtschaft eingedrungen. Setzt sich die Kryptowährung durch, so könnte das zu einer Veränderung der gesamten Branche führen.

Werden Häuser und Wohnungen demnächst mit Bitcoin gekauft?

Noch ist das Angebot überschaubar

Wer sich für einen Haus- oder Wohnungskauf interessiert, der wird relativ schnell bemerken, dass man hier schon eine gewisse Summe auf den Tisch legen muss. Das ist auch der Grund, warum sich am Immobilienmarkt vermehrt Grossverdiener aufhalten oder Personen, die eine grosse Summe geerbt haben – oder all jene, die mit Bitcoin reich geworden sind. Schlussendlich muss man für eine rund 60 m² grosse Wohnung, die sich in der Münchner Innenstadt befindet, schon mehr als 500.000 Euro bezahlen.

Die Wohnung, inseriert von Felix Haas, einem Investor wie Unternehmer, hat zahlreiche Interessenten angelockt – es gibt also durchaus das entsprechende Publikum, das bereit ist, derartige Beträge zu bezahlen. Haas glaubt auch, dass der Immobilienhandel mit Bitcoin und Co. funktioniert. „Ich beschäftige mich als Internetunternehmer mit neuen Technologien. Die Blockchain ist hier eine vielversprechende und interessante Technologie. Vor allem auch deshalb, weil Immobilientransaktionen immer mit komplizierten Prozessschritten und hohen Kosten verbunden sind. Wir befinden uns daher gerade in der Evaluierungsphase, weil wir glauben, die Blockchain-Technologie könnte hier für eine Vereinfachung des Prozesses sorgen“, so Haas.

Während sich Haas noch in der Vorbereitungsphase befindet, gibt es einige Makler, die schon Immobilien in Bitcoin anbieten. Die Zahl der Verkäufe mag zwar noch niedrig sein, doch das Interesse wächst. So gibt es auf deutschen Immobilienplattformen bereits ein paar Inserate, auf denen der Hinweis zu finden ist, dass man auch in Bitcoin bezahlen kann. Blickt man auf internationale Plattformen, so werden einige Immobilien sogar schon in Bitcoin angeboten.

Ein Haus mit virtuellem Geld kaufen (Bild: AnnaGarmatiy - shutterstock.com)

Ein Haus mit virtuellem Geld kaufen (Bild: AnnaGarmatiy – shutterstock.com)

Werden nun die Kaufnebenkosten sinken?

Trotz extremer Kursbeben, Handelsbeschränkungen und Warnungen, dass Bitcoin und Co. demnächst von der Bildfläche verschwinden könnten, scheint das Angebot, Immobilien mit Kryptowährungen kaufen zu können, immer grösser zu werden. Doch warum? Befasst man sich mit einer Immobilientranskation, so sind einige Schritte zu beachten: Es kommt zu einer Maklervereinbarung, es folgt die Besichtigung, ein Vorvertrag, sodann ist ein Notartermin zu vereinbaren, der Käufer wird im Grundbuch eingetragen und dann erfolgt die Zahlung.

Dass bei einigen Schritten die Intermediäre die Hand aufhalten, ist kein Geheimnis. Mit Blick in die Tiefe wird man ein enormes Automatisierungspotential feststellen – und hier würde die Blockchain-Technologie eine bedeutende Rolle spielen. Denn bei der entsprechenden Infrastruktur könnte der sehr zeit- und ressourcenaufwendige Prozess vereinfacht und zudem verbilligt werden. Denn man könnte sich den kostspieligen Notarbesuch sparen – oder auch die gebührenpflichtige Grundbucheintragung beim Amt. Die Informationen könnten nämlich im Zuge der Verkaufstransaktion automatisch und somit fälschungssicher mitübertragen werden. Das heisst, es würde eine spürbare Senkung im Bereich der Kaufnebenkosten geben.

Bitcoin und Co. sind unberechenbar

Wer über Kryptoszene.de Informationen über Bitcoin und Co. einholt, der weiss, dass es mitunter gar nicht so einfach ist, mit Kryptowährungen zu arbeiten. Denn die Kursschwankungen sind enorm. So kann der Bitcoin innerhalb weniger Stunden um 400 US Dollar steigen, aber auch um 600 US Dollar abstürzen. Selbst dann, wenn es die eine oder andere vielversprechende Prognose gibt, sollte man vorsichtig sein – der Kryptomarkt ist unberechenbar.

Das ist auch der Grund, warum viele Menschen vorsichtig sind, wenn es darum geht, mit Bitcoin und Co. zu arbeiten. Natürlich gibt es einige Vorteile, vor allem auch im Immobilienbereich, aber auch ein paar nicht zu unterschätzende Gefahren.

Am Ende – da sind sich die Experten der Branche sicher – wird jene Währung genutzt, die den meisten Nutzen mit sich bringt. Und hier hat der Bitcoin doch gute Chancen, demnächst verstärkt zum Einsatz kommen zu können. Aktuell mag es eine überschaubare Zahl an Immobilien geben, die mit Bitcoin gekauft wurden, doch das kann sich in den nächsten Jahren sehr wohl ändern.

 

Titelbild: nednapa – shutterstock.com

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