Trend Miniatur Weihnachtsdörfer – gerne auch selbst bauen

Der Trend der Weihnachtsdörfer als Deko nimmt immer mehr Fahrt auf. Viele Baumärkte führen Teile des unüberschaubar grossen Sortiments an Lemax Häusern und Zubehör.

Aber andere Hersteller ziehen nach. Wie wäre es mit Selberbauen?

Immer mehr Erwachsene fangen in der Vorweihnachtszeit an, oft schon im Oktober, zu bauen. Und zwar ihre ganz persönlichen Weihnachtsdörfer und – städte. Das Angebot an Material ist mittlerweile riesig, so dass sich die Fans der Marke Lemax, die das grösste Sortiment hat, eigene Deko-Städte mit Kirmes, Läden, kleinen Fabriken selbst zusammenstellen können.

Und das macht vielen so einen grossen Spass, dass die Landschaften von Jahr zu Jahr umfangreicher werden. Vor allem ist das Hobby anspruchsvoll, denn man muss die Lichter und Elektronik gut installieren und schalten. Geübte Bastler bauen sich eigene Gewölbe, Brücken, Flüsse und vieles mehr um sich ihre Fantasie-Landschaft zu bauen.

Vor allem aber wollen sie ihre Weihnachtsdörfer auch anderen Fans zeigen und auf Youtube ausstellen. Dazu basteln sie sich sogar Flugbahnen für die Kamera, damit diese jede Miniaturszene filmen kann.

Ganz klar, haben die Weihnachtsstädte inzwischen die Eisenbahnen bei Bastlern abgelöst, obwohl doch beides zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Bei den Eisenbahnlandschaften hat vor allem die Technik fasziniert und die fahrenden Züge sowie bestimmte Modelle, während bei den Weihnachtslandschaften das Städtebau-Gen durchschlägt.

Infiziert sind Männer wie Frauen gleichermassen. Und sie geben Unsummen von Geld aus für ihre kleinen Traumstädte. Der Aufwand lohnt sich für sie aber anscheinend, denn sie bauen jedes Jahr aufs Neue wieder alles auf.



Übrigens ist dies ein Trend, der international funktioniert. Während die Deutschen und Schweizer lange Zeit noch etwas nüchtern hinterher waren, boomten die Christmas Villages bereits in den USA, Italien, Spanien, Holland und Frankreich. Ja, auch im warmen Australien baut man sie auf.

Besonders die Niederländer verführen in ihren Gartenbaumärkten ab Oktober mit eigenen Weihnachtslandschaften und regen zum Kauf der neuen Häusermodelle und Mini-Szenarien an.

Das Bauen und Gestalten macht vielen Erwachsenen in der Vorweihnachtszeit so viel Spass, weil es entschleunigt, beruhigt und der Seele gut tut. Die beschaulichen, vor allem friedlichen Szenerien stellen eine Heile Welt dar, wie sie es sich jeder wünscht und die in die Kindheit zurückführt. Die Hersteller haben keine Grenzen, was die Fantasie angeht, und so produzieren sie kleine Spielzeugfabriken, Schokoladenmanufakturen, Brauereien und vieles mehr.

Schöne, beleuchtete Kirchen und Kathedralen dürfen natürlich auch nicht fehlen und kleine Krippen. Ski-Lifte, Rodelbahnen und Eislaufen sind schon fast Standardprogramm. In jedem Fall ist es eine richtige Herausforderung sich die gemütlichen Städte und Dörfer jedes Jahr wieder perfekt hinzubasteln und die Zuschauer und Besucher zu begeistern.


Die Modellbaueisenbahn wurde abgelöst: Heute bauen viele Bastler Weihnachtsdörfer. (Bild: andras_csontos – shutterstock.com)

Von den Krippen zu den Weihnachtsdörfern

Wundern muss man sich eigentlich nicht, dass so viele Erwachsene vor Weihnachten anfangen zu bauen und zu konstruieren, denn schon sehr lange fingen geschickte Bastler zu dieser Zeit an, die eigenen Krippen-Szenarien zu gestalten. Gerne immer wieder anders, mit Wurzelholz, Moos, mit kleinen Höhlen, selbst gebauten Ställen und eigenen Ideen.

Dieses Gestalten in der Weihnachtszeit ist anscheinend ein richtiges Bedürfnis und so hat sich aus dem Krippenbauen inzwischen das Weihnachtsdorf Bauen entwickelt. Bei echten Weihnachtsfans ist natürlich immer auch eine Krippe dabei. Insgesamt passen diese Szenarien sehr schön in die heutige Zeit.



Wie bereits erwähnt, geht ein solches Hobby sehr ins Geld, denn die wirklich detailreich und schön gestalteten Häuser kosten im Schnitt 40 € das Stück. Man kann sich denken, wie viel Geld in einer richtigen Stadt steckt!

Aber dieses Hobby ist einfach eine kleine Sucht, in die immer mehr Menschen sehr gerne ihr Geld investieren und in dem viel Geld verdient wird! Das Gute ist ja auch: Man kann seine Häuser, Figuren und Szenarien auch wieder verkaufen. Es gibt einen richtigen Markt dafür.

Neben Lemax gibt es immer mehr andere Marken, die kleine Weihnachtszenerien mit niedlichen Figürchen anbieten, Luville zum Beispiel oder Konstsmide. Dazu kommen No Name Produkte. Viele Dekomärkte bieten kleine fertige Szenerien an, die beleuchtet sind und sich batteriebetrieben auch bewegen können.

Leider passen die Figuren und Szenarien der verschiedenen Marken von der Grösse her nicht wirklich zusammen. Wobei der Massstab bei den Weihnachtslandschaften wirklich nicht so wichtig ist wie bei Eisenbahnmodellen. Genau genommen passen die Häuser nicht zu den Figuren. Sonst würde alles zu gross werden.


Einzelne witzige Figuren und ein bisschen künstlicher Schnee oder Watte reichen schon für hübsche Dekorationen. (Bild: Kolpakova Svetlana – shutterstock.com)

Weihnachtshäuser und Landschaften auch selbst basteln

Wer nicht so viel Geld investieren kann oder will, um sich eine kleine Landschaft selbst zu bauen – denn bereits 3 Häuser plus Figuren kosten über 100 € plus Kunstschnee und Accessoires – der kann auch selbst kreativ werden.

Häuser, die man von innen beleuchtet, sind einfach im Trend. Sie sehen toll aus als Fensterbilder, die man sich entweder mit Kreidefarbe und Schablone selbst malt oder mit Klebefolien klebt. Dahinter kann man LED-Kerzen stellen.

Wer richtige Häuser zum Anfassen haben will, kann sie aus Holz schreinern oder aus festem Papier so herstellen wie man sie haben möchte. Papier ist geduldig und gerade bei dieser Form kann man sich  gestalterisch schön austoben. Die Häuser bemalen, bekleben und sich für ein Mini-Budget eine hübsche Papierstadt basteln, die man mit kleinen Lichterketten beleuchten kann – das kann jeder versuchen.

Mit Kindern gemeinsam eine solche Weihnachtsstadt zu gestalten ist ein grosser Spass für die ganze Familie. Machen Sie sich vorab einen kleinen Plan, wie Ihre Dekostadt aussehen soll. Nur weisse Häuser oder bunte und diese schön geschmückt? Für bunte Häuser empfiehlt es sich gleich bunte Pappe zu kaufen. Dann braucht man natürlich ein Bastel-Cuttermesser, eine Unterlage zum Schneiden und Klebstoff.



Vor allem lassen sich die selbst gebastelten Häuserzeilen ganz individuell mit weiteren Deko-Elementen ausstatten. Dekobäumchen gibt es in jedem Baumarkt und auch andere Weihnachtsdeko wie kleine Figuren findet man überall.

Auch ganz schlicht gehaltene, minimalistische Häuserzeilen sehen sehr hübsch aus.



Weihnachten im Karton

Ebenso faszinierend sind kleine Weihnachtszenerien in geschlossenen Behältnissen. Man kann sie in grosse Windlichter setzen oder trockene Aquarien oder auch in Schuhkartons und Obstkisten einbauen. Ähnlich wie bei einem Puppenhaus lassen sie sich wunderschön mit einfachen Mitteln gestalten.

Hierfür braucht man oftmals nur ein schönes nostalgisches Weihnachtsbild als Hintergrund, das man dann plastisch ausgestaltet. Hat man einmal damit angefangen, kommen einem immer wieder neue Ideen! IWer sehr geschickt ist, kann die kleinen Kunstwerke durchaus auch verkaufen. Sie ziehen den Betrachter magisch in die kleine Weihnachtswelt und entspannen.



Die Vorweihnachtszeit ist die Zeit des Bastelns, Gestaltens, der inneren Einkehr. Nutzen Sie diese Zeit um sich vom Stress des Jahres zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Basteln, Malen, Werkeln sind perfekt um Körper, Seele und Geist zu entspannen, neue Inspiration zu bekommen und Abstand zu allen negativen Ereignissen.

 

Titelbild: JoeCee – shutterstock.com

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Mehr zu J. Florence Pompe

J. Florence Pompe hat Germanistik und Pädagogik studiert und ist seit 2010 hauptberufliche Texterin. Spezialisiert auf das Arbeiten mit Wordpress, führt sie mit Freuden mehrere eigene Blogs und Magazine.

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