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Musikzimmer einrichten – guter Schallschutz und eine angenehme Atmosphäre beflügeln die Kreativität

13.01.2020 |  Von  |  Heimwerker, Möbel, Wohnen
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Wer gerne Musik macht, egal ob als Sänger, Instrumentalist oder ein passionierter Musik-Konsument ist, ist von einem individuell eingerichteten Raum für seine Leidenschaft begeistert. 

Um seinem Hobby ungestört zu frönen und andere nicht zu stören ist das Musikzimmer einrichten eine Herzensangelegenheit. Dabei wird ein solcher Raum gerne in Eigenregie gemacht.

Musikzimmer sinnvoll einrichten

Bekanntlicher Weise gleicht keine Wohnsituation beziehungsweise Räumlichkeit der anderen. So reicht es zum Beispiel Instrumente wie Ukulele oder Akustikgitarre bei geschlossener Tür zu spielen, um Nachbarn nicht zu stören. Andere Instrumente wie beispielsweise ein Klavier oder sogar ein Schlagzeug verlangen jedoch oft umfangreichere Massnahmen, um den Schall zu dämpfen.

In Mehrfamilienhäusern ist dies essentiell, um den nachbarlichen Frieden zu erhalten. Wie viel Aufwand letztendlich zum Musikzimmer einrichten nötig ist, kann ein Gespräch mit den Nachbarn im Haus hervorbringen. Wie stark wirken sich Alltagsgeräusche beziehungsweise der sogenannte Trittschall aus? Wer zeigt wie viel Toleranz für Musik im Wohnhaus? Lassen sich eventuell bestimmte Übungszeiten vereinbaren? Deshalb ist gute Kommunikation mit den anderen Bewohnern, die unfreiwillig zum Publikum werden, die beste Möglichkeit, um im Vorfeld Ärger zu vermeiden.

Tipps für eine einfache und gute Schalldämmung

Um richtig lauten Schall wie beispielsweise einen Bandproberaum abzuschirmen, ist ein separater „Raum im Raum“ empfehlenswert. Hierbei handelt es sich um eine isolierte Konstruktion aus Rigips-Platten, die rundum zum Beispiel mit Steinwolle und Anti-Vibrationsmatten schalldicht ausgestattet wird. Diese Art Musikzimmer einrichten ist allerdings relativ kostspielig und aufwendig, sodass es sich eventuell nur für dauerhaft genutzte Proberäume oder ein Studio lohnt.

Um laute Geräusche zu dämpfen, lassen sich nachfolgend genannte, simple Möglichkeiten nutzen:

  • Schalldurchlässige, dünne Teile des Raumes wie Türen und Fenster zum Beispiel durch eine Isolation mit Schaumstoffplatten verstärken.
  • Dicker Vorhangstoff kann Fenster gegen Schall abdichten.
  • Schweren Teppichboden oder Teppiche verlegen.
  • Schaumstoffmatten, aufgeklebte Eierkartons oder spezielle Wandpaneele brechen ebenfalls den Schall.


Schallbrücken durch einfache Mittel vermeiden

Vibrationen von Musik verbreiten sich nicht allein mittels Luftübertragung, sondern auch durch feste Materialien und Stoffe. Ein Beispiel ist die Stimmgabel, die lauter erklingt, wenn sie beispielsweise an ein Möbel gehalten wird und dieses ebenfalls mitschwingen lässt. Bauteile im Gebäude wie unter anderem Kabelschächte, Böden/Decken sowie Heizungsrohre können diese Vibrationen in andere Wohneinheiten transportieren.

Beschweren sich die Nachbarn zum Beispiel über massive Bässe, können Schallschutzmatten aus schwerem Gummi diese Art Vibrationen dämpfen. Eine andere Möglichkeit sind spezielle Standfüsse, die die Boxen vom Zimmerboden trennen (akustisch entkoppeln). Trotzdem ist nachbarliche Kommunikation und Rücksichtnahme unentbehrlich für den Frieden im Wohnhaus.

Schallbrecher sorgen für exzellenten Raumklang

Musik soll natürlich auch im eigenen Wohnbereich oder Übungsraum einen guten Klang erzeugen. Räume, die keine Einrichtung aufweisen und einen glatten Fussboden besitzen, stören den Raumklang. Deshalb ist es beim Musikzimmer einrichten essentiell, dass möglichst viele Stellen/Gegenstände die Schallwellen brechen und keinesfalls zurückwerfen. Letzteres wird als unangenehmer Nachhall wahrgenommen.

Ideal sind hierfür hochflorige, dicke Teppichböden/Teppiche. Die Wände des Musikzimmers sollten ebenfalls mit Schallbrechern ausgestattet werden. Neben den bereits genannten Eierkartons oder Noppen-Schaumstoffmatten helfen auch ganz simpel Möbel. So kann unter anderem ein gut gefülltes Bücherregal durch seine mehrfach gebrochene Oberfläche den gleichen Effekt erzielen.



Einfache Mittel, um ein Musikzimmer individuell anzupassen

Diese Vorkehrungen sind besonders dann wichtig, wenn Musik abgemischt oder produziert wird. Im Idealfall verhält sich das Musikzimmer „linear“. Dies bedeutet, dass sich jede Frequenz gleichmässig im Raum ausbreitet. Das individuelle Heimstudio lässt sich jedoch mithilfe simpler Massnahmen aufwerten. Als ideale Dämmung hat sich „Rock Wool“ (Steinwolle) bewährt.

Zum Musikzimmer einrichten gehört in grösseren Räumlichkeiten auch die Zimmerdecke als Schallreflektor zu nutzen, indem Deckenpaneele aufgehängt werden. Diese lassen sich unter Umständen zusätzlich mit Mineralfaserplatten füllen.

Der Standort der Boxen ist ebenfalls bedeutend. Optimal ist eine Platzierung mittig im Zimmer. Dies kann beispielsweise auf einem erhöhten Schreibtisch oder mithilfe von Boxenständern erfolgen. Die/der Musizierende sollte stets den exakten Abstand zu den Speakern einhalten.

Stehen die Boxen auf einem Tisch/Schreibtisch, sollten spezielle Gummi-/Schaumstoffmatten als Unterlage dienen (Stimmgabel-Effekt). Der Abstand zu den Wänden und der Zimmerdecke sollte mindestens 50 Zentimeter betragen, um eine Stauung zurückgeworfener Bass-Frequenzen zu vermeiden und ein echtes Klangbild zu erhalten.

Ein Musikzimmer entsprechend einrichten

Ist die Schalldämmung beim Musikzimmer einrichten abgeschlossen, geht es um die Gemütlichkeit und Harmonie im Zimmer. So benötigen beispielsweise Cello-Spieler einen schlichten Stuhl, Musikproduzenten dagegen einen entsprechenden Bildschirm-Arbeitsplatz. Dieser sollte aus gesundheitlichen Gründen ergonomisch gestaltet sein.

Wer als DJ arbeitet, sollte seine Scratches und Übergänge idealerweise an einem Bartisch oder erhöhten Tisch üben. Um jegliches Zubehör sicher aufzubewahren ist ausreichender Stauraum nötig. Deshalb ist ein Regal beim Musikzimmer einrichten mit einzubeziehen. Hier lassen sich eine umfangreiche Vinyl Sammlung sowie Notenbücher unterbringen.

Für kreative Pausen sind gemütliche Sessel oder ein Sofa sinnvoll. Den letzten Schliff gibt eine warme, stimmungsvolle Beleuchtung. Poster und Dekorationen mit musikalischen Themen verleihen jedem Musikzimmer einen persönlichen Touch. Schliesslich ist für Musik nicht allein das gewisse Feeling entscheidend. Es bedarf auch einer bestimmten Umgebung, um kreativ zu sein.

 

Titelbild: luckyraccoon – shutterstock.com


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