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Hausbau mit Baby und Kleinkind – eine gute Idee?

10.02.2020 |  Von  |  Allgemein, Heimwerker, Wohnen

Während es für gewöhnlich mit einem Kind noch gut in einer Wohnung funktioniert, kommen beim zweiten bereits Gedanken an ein Eigenheim auf. Man möchte den Kindern Platz bieten, dass sie im eigenen Garten spielen können und in einer angenehmen Umgebung aufwachsen. Ausserdem ist es absolut selbstverständlich, dass Familien sich mit der Zeit nach etwas Eigenem sehnen. Doch geht das mit Kind und Baby überhaupt?

Ergibt es überhaupt Sinn, während einer Schwangerschaft mit dem Bau eines Hauses zu beginnen, oder wartet man am besten, bis das Kleine auf der Welt ist? Es gibt dutzende Fragen, die man sich in dieser wichtigen Lebenssituation möglichst ehrlich beantworten sollte. Wir tragen nachfolgend einmal ein paar Denkanstösse und Tipps zusammen, wenn es um den Hausbau mit Kind und Kegel geht.

Vorstellungen und Erwartungen klar abstecken

Im Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Daher ist es umso wichtiger, im Vorfeld die Situation klar abzustecken und Lösungen zu finden. Zwar ist es in der heutigen Zeit sehr viel einfacher, eine Unterbringung für das Kind zu finden, doch ist es nicht immer zweckdienlich, das Kind den ganzen Tag anderen Händen zu übergeben. Denn dies kann das Familienleben langfristig verändern.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass man sicherlich auch nicht immer jemanden findet, der auf die Kleinen aufpasst. Ist man der Meinung, dass Kinder grundsätzlich nicht auf die Baustelle gehören, entsteht mit der Zeit ein noch grösseres Problem: Der Mann kümmert sich um sämtliche Bauangelegenheiten, während die Frau die Kinder hütet. Dies führt zwangsläufig mit der Zeit dazu, dass er immer häufiger sauer ist, weil er sich möglicherweise mit der Verantwortung alleine gelassen fühlt.

Vor dem Hausbau sollten daher sämtliche Grenzen und Vorstellungen genau abgesprochen werden. Welche Erwartungen hat man an den anderen? Welche Aufgaben werden von wem übernommen? – Nur mit einer gut abgesteckten Struktur lohnt es sich, das Projekt Hausbau mit Kindern anzugehen und sich gleichzeitig nicht in weitere Probleme zu verstricken. Denn dieses Projekt packt man gemeinsam an, auch wenn einer von beiden nicht ständig vor Ort ist, geschweige denn sein kann.

Die Kinder lassen sich auch in den Bau einbinden

Sind die Kinder schon etwas grösser, kann man sie beim Hausbau in begrenztem Mass sogar einbinden. Am besten nimmt man sie zu ruhigen Zeiten mit auf die Baustelle, oder schützt sie mit einem passenden Gehörschutz, falls gerade Handwerker zugegen sind.

  • Kinder sind gerne an Projekten beteiligt, bei denen ein wenig Kreativität gefragt ist. Vielleicht sehen sie eine Lösung bei Problemen, die für ihre Eltern nicht offensichtlich ist.
  • Wenn es um ihre zukünftigen Zimmer geht, haben die Kleinen Freude daran, an der Planung direkt beteiligt zu sein.

Ausserdem fühlen sich Kinder später sehr viel wohler in den eigenen vier Wänden, wenn sie an der Entstehung beteiligt waren. Ausschlaggebende Entscheidungen treffen die Eltern, Kinder sollten jedoch nicht komplett von dem Vorhaben ausgeschlossen werden.


Kleinkinder beim Hausbau mit einzubeziehen oder ihnen zumindest das Gefühl zu geben, kann sie stärker mit dem Zuhause verbinden. (Bild: Roman Kosolapov – shutterstock.com)


Mit Stresssituationen gekonnt umgehen

Der Hausbau verlangt nicht nur den Eltern einiges ab. Der Missmut und so manche Stresssituation färbt auch auf die Kinder ab. Die Zeit des Hausbaus ist anstrengend. Mit Kindern umso mehr, da viele von ihnen mit Unverständnis reagieren. Daher folgen hier ein paar Tipps, wie sich manche Situation meistern lässt:

  • Eltern sollten ihren Kindern die nötige Sicherheit vermitteln, dass die Zeit stressig ist, aber auch vorbeigeht und dass es nicht ihre Schuld ist, wenn man mal wieder gereizt ist.
  • Es hilft, den Kleinen zu erklären, dass es die Situation ungemein erleichtert, wenn sie für eine gewisse Zeit einfach gehorsam sind.
  • Der Hausbau kann bei den Kindern positiv belegt werden, indem beispielsweise abends vor dem Schlafengehen eine Geschichte zurecht gesponnen wird, wie schön die folgende Zeit im fertigen Haus sein wird.

Sich selbst und seinen Partner nicht vergessen

Neben dem Stress, der zwangsläufig mit den Kindern immer mal wieder entsteht, sollten die Eltern jedoch auch nicht sich selbst vergessen. So wichtig die Baustelle auch ist: Es sollte zwischendurch immer wieder kleine Phasen geben, in denen man sich gegenseitig auffängt. Kleine Lösungsansätze wären zum Beispiel:

  • Eine Entlastung können möglicherweise Oma und Opa der Kinder bieten, wenn sie sich stundenweise um die Kinder kümmern.
  • Zwischenzeitlich sollte man Zeit finden, um gemeinsam als Paar etwas zu unternehmen. Dabei kann es sich um ein simples Essen zu zweit handeln, oder einen entspannten Abend ohne Kinder.

Wichtig ist, dass während dieser Zeit nicht über den Bau gesprochen wird. Denn nur so schafft man es auch gemeinsam, die oftmals anstrengende Zeit auch ohne grosse Blessuren zu überstehen. Zu mehr Ausgeglichenheit kann auch schon eine simple Wochenplanung beitragen, denn dann läuft alles nach einer konkreten Struktur ab.

Fazit

Ein Hausbau mit Kindern oder Babys kann gut funktionieren, wenn man in dieser stressigen Situation an einem Strang zieht. Selbst während einer Schwangerschaft ist mit den richtigen Voraussetzungen ein Hausbau möglich, mit Kleinkindern wird es jedoch etwas leichter.

 

Titelbild: Lars Christensen – shutterstock.com


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